WhatsApp: Schwachstelle entdeckt - Nachrichten lassen sich manipulieren

Sicherheitsfirma warnt vor "FakesApp"

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von Alexander Kant
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In der Regel sind Nachrichten, die via WhatsApp verschickt werden, durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Forscher haben nun in der Zitieren-Funktion eine Schwachstelle entdeckt, durch die sich Nachrichten manipulieren lassen. So können Angreifer eure geschriebenen Nachrichten mit "FakesApp" fälschen.

WhatsApp-Nachrichten lassen sich manipulieren.
WhatsApp-Nachrichten lassen sich manipulieren. (Quelle: netzwelt)

Forscher des israelischen Sicherheitsunternehmens Check Point haben in den aktuellen WhatsApp-Versionen eine potenzielle Schwachstelle entdeckt, welche sie "FakesApp" getauft haben. Diese ermöglicht es Angreifern, theoretisch gezielt Nachrichten zu manipulieren und somit ordentlich Verwirrung vor allem in Gruppen zu stiften. Beispiele dieser Manipulation von Nachrichten seht ihr in dem nachfolgendem Video:

Benötigt für diese Manipulation wird ein Entschlüsselungstool der Forscher, WhatsApp-Web und ein direkter Zugriff auf das WhatsApp-Konto oder euer Smartphone. Werden alle diese Voraussetzungen erfüllt, kann der Angreifer die gesendeten Nachrichten abfangen, via Web-Client entschlüsseln, umschreiben, verschlüsseln und wieder verschicken. Alle anderen Absender bekommen nun zum Beispiel die manipulierte Nachricht angezeigt.

Dies geschieht jedoch nur, solange niemand auf diese zitierte Nachricht tippt. Würde diese angetippt werden, wird statt der manipulierten Nachricht die vom Absender, in dem Fall vom Opfer der Manipulation, versendete Nachricht angezeigt.

Nervig kann diese Manipulation bei gelungener Durchführung vor allem in größeren Gruppen für einzelne Personen werden. Hier wird aufgrund vieler manipulierter Nachrichten schnell die Übersicht verloren und am Ende steht das Opfer auch noch als Täter da.

WhatsApp ist sich des Problems bewusst

Die Facebook-Tochter WhatsApp ist sich laut einem Bericht der "New York Times" zufolge des Problems bewusst, möchte sich dessen jedoch nicht annehmen. Vergleichbar wäre diese Manipulation laut WhatsApp mit der Manipulation von E-Mails. Weiterhin müsste mit einer Änderung des Zitieren-Systems jedes Zitates jedes einzelnen Nutzers überprüft werden. Dies würde vor allem zu mehreren Problemen für die Privatsphäre der Nutzer führen, so WhatsApp.

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Auch sehen die Entwickler keinen Grund das System zu ändern, da die Mehrheit der WhatsApp-Gruppen weniger als sieben Mitglieder haben und sich die meisten Leute persönlich kennen. Eine Manipulation einer zitierten Nachricht würde dadurch schnell auffliegen. Ihr wollt mehr aktuelle Sicherheitsnews? Dann verfolgt unseren News-Ticker.

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