Nach Datenleck bei Facebook: So prüft ihr, ob ihr betroffen seid

Weniger Konten gehackt als angenommen

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von Alexander Kant
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Viele Facebook-Nutzer durften verwundert auf ihr Smartphone geschaut haben, nachdem sie auf einmal aus ihrem Konto ausgeloggt waren. Das Soziale Netzwerk hatte weltweit wegen eines Datenlecks die Anmeldungen zurückgesetzt, denn es wurden Sicherheitslücken entdeckt. Nun gibt es neue Erkenntnisse. Netzwelt zeigt euch, wie ihr prüfen könnt, ob ihr betroffen seid.

Wurde Facebook gehackt?
Wurde Facebook gehackt? (Quelle: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. Nutzer wurden automatisch abgemeldet
  2. Nur knapp waren 30 Millionen Konten potenziell gefährdet
  3. So prüft ihr, ob ihr betroffen seid
  4. Facebook-Passwort nun ändern?

Facebook hat 2018 nicht zum ersten Mal mit Problemen in der Datenwelt zu kämpfen. Das Echo des "Cambridge Analytica"-Falls von Anfang 2018 hallt schließlich immer noch nach. Weltweit sollten laut Facebook mehrere Konten von einer Sicherheitslücke betroffen sein. Doch was ist eigentlich passiert?

Nutzer wurden automatisch abgemeldet

Viele Nutzer wunderten sich am 28. September, dass sie aus verschiedenen zu Facebook gehörenden Apps automatisch ohne deren Zutun abgemeldet worden sind. Kurz darauf gab das Unternehmen bekannt, dass Techniker eine Sicherheitslücke in der "Anschauen als"-Funktion, mit der man das eigene Profil als anderer Nutzer sehen kann, entdeckt haben.

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Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass weitere Fehler außerdem im Video-Uploader im Zusammenhang mit der "Anschauen als"-Funktion existierten. Der neue Video-Uploader wurde im Juni 2017 eingeführt und seit dieser Umstellung haben sich diese Fehler wohl im System befunden.

Nur knapp waren 30 Millionen Konten potenziell gefährdet

Durch diese Sicherheitslücken ist es möglich gewesen, die Anmelde- und Zugriffstoken von Facebook selber und weiteren Facebook-Diensten zu stehlen. Durch den "Auto-Logout" seitens Facebook wurden diese Token zurückgesetzt und die Lücken wurden geschlossen. Laut Facebook sollen dabei 30 Millionen Konten direkt von allen Lücken betroffen gewesen sein. Anfangs war noch von 90 Millionen Konten die Rede.

Die Anmeldungen von allen Konten wurden sicherheitshalber zurückgesetzt, weil diese die "Anschauen als"-Funktion genutzt haben. Die "Anschauen als"-Funktion wurde vorübergehend abgeschaltet und Nutzer, deren Tokens zurückgesetzt worden sind, werden nach einer erneuten Anmeldung via Pop-up in der App oder auf der Webseite benachrichtigt. Ob diese Lücken schon aktiv ausgenutzt worden sind, ist noch nicht bekannt, da Facebook mit den Untersuchungen noch ziemlich am Anfang steht.

So prüft ihr, ob ihr betroffen seid

Die Angreifer hatten eine kurze Zeit vollen Zugriff auf die Konten der Nutzer, jedoch nicht auf die Daten, wie Passwörter. Zu den ausgelesenen Daten gehören hauptsächlich E-Mail-Adressen und Namen. Auf tiefer gehende Daten, wie Geschlecht, Sprache, Beziehungsstatus, Religion, Heimatstadt, aktueller Wohnort, Geburtsdatum oder Gerätetypen für die Nutzung, wurde nur geringfügig zugegriffen.

Damit ihr überprüfen könnt, ob euer Konto laut dem aktuellen Kenntnisstand betroffen ist, müsst ihr auf der offiziellen Support-Webseite von Facebook nur den hellblauen Kasten prüfen. Hierfür müsst ihr mit eurem Facebook-Konto angemeldet sein.


Hier klicken

Weiterhin wurden schon alle Nutzer eines betroffenen Kontos benachrichtigt. Sollten dementsprechend weitere Konten hinzukommen, werden die Besitzer dieser ebenso benachrichtigt.

Facebook-Passwort nun ändern?

Laut Facebook müssen Nutzer ihre Passwörter nicht ändern und das Konto sollte nur auf dubiose Vorkommnisse, wie geänderte Daten in den Einstellungen, überprüft werden. Schließlich wurden die betroffenen Anmeldetoken schon zurückgesetzt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hingegen rät Nutzern aus Sicherheitsgründen zu einem Passwortwechsel.

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Auch wir raten zu einer Änderung des Kennwortes, denn ein regelmäßiger Passwortwechsel ist sinnvoll. Zudem ist es im Falle von Facebook auch schnell erledigt.

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