Nach Datenleck bei Google Plus: "Geister"-Netzwerk wird geschlossen

Lücke soll früh bekannt gewesen sein

Alexander Kant - Profilbild
von Alexander Kant
Teilen

Google Plus sollte sich als echte Alternative zu Facebook integrieren, doch es stieß nur auf wenig Interesse. Schnell wurde Google Plus daher zum "Geister"-Netzwerk. Nun ist damit Schluss, denn die Plattform wird eingestellt - laut Google aufgrund eines Datenlecks.

Es wird eingestellt - Google Plus.
Es wird eingestellt - Google Plus. (Quelle: agencyby /depositphotos.com)

Mit Google Plus wollte Googles Mutter-Konzern Alphabet einen starken Konkurrenten für das Soziale Netzwerk Facebook aufbauen. Ende 2018, mehr als sieben Jahre nach dem Launch, veröffentlicht der Suchmaschinen-Gigant in seinem Blog die Entscheidung, die Plattform für den normalen Verbraucher zu schließen. Schuld hieran ist jedoch nicht unbedingt das mangelnde Interesse der Nutzer, sondern mehr ein im März 2018 entdecktes Datenleck im "Geister"-Netzwerk.

"Project Strobe" sollte aufräumen

Im Zuge von Googles "Project Strobe", eine Unternehmung des Konzerns, um eben Datenlecks und Sicherheitslücken zu vermeiden, entdeckten Entwickler, dass ein Bug zu viele Informationen über Nutzer Preis gab. Zu diesen Daten gehörten Name, Mail-Adresse, Beruf, Geschlecht und Alter des Nutzers. Die betroffene API für Google Plus-Apps wurde im März 2018 entdeckt und der Fehler wurde behoben.

Google: So löscht ihr euer Konto und sichert die verknüpften Daten
Google: So löscht ihr euer Konto und sichert die verknüpften Daten Anleitung Account auflösen In dieser Anleitung zeigen wir euch, wie ihr euer Google-Konto zum einen vollständig löschen und zum anderen vorab sämtliche beinhaltenden Daten der einzelnen Google-Dienste absichern könnt. Hier klicken

Wie viele Konten von diesem Bug betroffen waren, kann Google nicht genau sagen, da die Schnittstellen-Logs aus Privatsphärengründen nur zwei Wochen gespeichert werden. Eine in diesen zwei Wochen durchgeführte Analyse ergab jedoch laut Google, dass mindestens 500.000 Google Plus-Konten potenziell betroffen waren und eventuell 438 Apps die Schnittstelle genutzt haben könnten.

Lücke soll seit 2015 bestanden haben

Die Lücke wurde zwar im März 2018 geschlossen, jedoch hatte diese laut Informationen der US-amerikanischen Zeitung "The Wall Street Journal" (WSJ) schon seit 2015 bestanden. Selbst macht Google jedoch keine Angaben, seit wann die Lücke bestand hatte.

Nutzt ihr noch Google Plus?

Umfrage

Weiterhin schreibt Google zusätzlich in seinem Blog, dass 90 Prozent der Google Plus-Konten zum Ende hin das Netzwerk gerade mal weniger als fünf Sekunden nutzen. Somit zieht Google nun einen Schlussstrich und Nutzer der Verbraucher-Version von Google Plus haben die Möglichkeit, bis Ende August 2019 ihre Daten, wie Fotos oder Videos, herunterzuladen und zu importieren. Mehr Informationen möchte Google hierzu in den kommenden Monaten bekannt geben.

Weiterhin soll im Zuge dieser Umstellungen die Datensicherheit im Zusammenhang mit eurem Google-Konto, App-Entwicklern und Android angepasst und verbessert werden. So sollt ihr noch mehr Auswahlmöglichkeiten erhalten, welche Apps auf welche Daten zugreifen dürfen und Apps werden einer genaueren Prüfung unterzogen, ob sie auf Funktionen, wie SMS-, Kontakt- oder Telefon-Berechtigungen, zugreifen dürfen. Dies soll ebenso alles in den kommenden Monaten geschehen.

Beliebte Betrugsmaschen: So versuchen euch Betrüger im Netz auszutricksen

8 Einträge

Vorsicht! Mit diesen Maschen versuchen euch aktuell Betrüger im Netz auszutricksen.

Jetzt ansehen
Bei neuen Artikeln zu Aktuelle Betrugswarnungen benachrichtigen? Nein, Danke

Das könnte dich auch interessieren

Informationen zum Artikel

Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Internet, Google+, Sicherheit und Aktuelle Betrugswarnungen versehen.

Links zum Artikel

zur
Startseite

zur
Startseite