Vergleich: Die besten 360-Grad-Kameras

Kameras für den Rundumblick

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von Maurice Ballein
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360-Grad-Kameras liegen nach wie vor im Trend. Ob nun Fotos oder Videos, mit den kompakten Digitalkameras fangt ihr eure vollständige Umgebung per Knopfdruck ein. Anschließend könnt ihr euch am Smartphone, Tablet oder PC frei in den Aufnahmen bewegen. Wir geben euch in unserer Bestenliste eine Übersicht zu den besten von uns für euch getesteten Modellen.

Die 360Fly HD ist eine vor allem optisch faszinierend anmutende 360-Grad-Kamera.
Die 360Fly HD ist eine vor allem optisch faszinierend anmutende 360-Grad-Kamera. (Quelle: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie funktionieren 360-Grad-Kameras?
  2. Richtig spannend wird es mit VR-Brillen
  3. Das ist die beste 360-Grad-Kamera
  4. Alternativen im Überblick
  5. Darauf gilt es beim Kauf einer 360-Grad-Kamera zu achten
  6. Testfeld im Überblick

Euch fällt der Blickwinkel eurer Kompakt-, DSLR-, System- oder auch Smartphone-Kamera schlichtweg zu schmal aus? Hier kommen 360-Grad-Kameras ins Spiel. Die auch als Vollsphärenkameras bezeichneten Gadgets fangen mit ausgeklügelter Weitwinkeloptik in der Regel eure komplette Umgebung ein, ob nun als Foto oder Video. Das bietet natürlich im Vergleich zur regulären Knipse weitreichenden kreativen Spielraum.

Wie funktionieren 360-Grad-Kameras?

Die unterschiedlichen Hersteller setzen auf verschiedene Methoden für das Einfangen von Rundum-Video und -Fotos. Am weitesten verbreitet zeigt sich dabei das Zusammenspiel aus zweierlei Objektiven inklusive Sensoren, die gegenüberliegend orientiert sind. Entsprechendes Bildmaterial wird seitens der Kamera-Software automatisch zu 360-Grad-Aufnahmen über das sogenannte Stitching zusammengesetzt. Das fertige Bildmaterial wird auf einer integrierten Speicherkarte gespeichert, kann aber auch direkt auf das Smartphone übertragen werden. Hier könnt ihr euch frei im Bild bewegen und die Aufnahmen mit der Welt teilen.

Die Faszination einer 360-Grad-Kamera lebt von dem Gefühl, sich mitten im Aufnahmeszenario zu befinden. Doch die Vollsphärenkameras eignen sich nicht nur für das Archivieren von Urlaubserinnerungen, sondern bieten mittlerweile auch die Möglichkeit, via Live-Streaming anderen in Echtzeit an Videos teilhaben zulassen. So ist es beispielsweise möglich, Videos direkt über soziale Netzwerke wie YouTube oder Facebook in Echtzeit zu streamen. Auch hier bieten die 360-Grad-Aufnahmen die Option, sich je nach verwendetem Endgerät die Perspektive frei mit dem Mauszeiger oder Finger zu verändern. Übertragt ihr das Bildmaterial auf den PC, könnt ihr dieses hier weiter bearbeiten.

Richtig spannend wird es mit VR-Brillen

Der Kauf einer 360-Grad-Kamera dürfte in vielen Fällen auch den Kauf einer VR-Brille nach sich ziehen. So gelingt der Effekt, sich mitten in einem Foto oder Video zu befinden, selbstredend am intensivsten, wenn entsprechende Hardware vorhanden ist. So unterstützen Smartphones einen speziellen VR-Modus für das aufgezeichnete Bildmaterial. Ist dieser aktiviert und das Mobiltelefon mit einer VR-Brille verbunden, könnt ihr tief in eure Aufnahmen abtauchen. In unserer VR-Brillen-Bestenliste erfahrt ihr weitere ausführliche Informationen rund um die Gadgets für die virtuelle Realität und worauf es bei der Kaufentscheidung ankommt.

So testet netzwelt

Unsere Tester verschaffen sich zunächst einen Marktüberblick und erfassen alle infrage kommenden Modelle. Dabei werden neben bekannten Marken auch kleinere Hersteller berücksichtigt. Aus dieser Masse an Geräten werden die aus Sicht der Redaktion relevanten Modelle einzeln getestet und die Testergebnisse gegenübergestellt. Zudem führen wir Hintergrundgespräche mit Händlern, Herstellern und Nutzern um den Service der Anbieter beurteilen zu können

10
360-Grad-Kameras in der Auswahl
8
getestet oder in der Hand gehabt
3
Experteninterviews
30+
Stunden aufgewendet

Wenn wir 360-Grad-Kameras testen, legen wir entsprechendes Augenmerk auf mehrere Bewertungskriterien. Neben dem Design und der Verarbeitungsqualität spielt natürlich die Benutzerfreundlichkeit ein wichtige Rolle. Zu allererst stehen aber selbstverständlich die gebotene Bildqualität der Fotos und Videos im Mittelpunkt, denn was bringt die stylischste 360-Grad-Kamera, wenn die Ergebnisse der Bildqualität enttäuschen. Unser Bewertungsschema basiert auf einer Skala von null bis zehn Punkten. Je höher die Punktzahl ausfällt, desto besser erachten wir auch das getestete Produkt. Die Gesamtwertung kann ein wenig vom Schnitt der oben genannten Bewertungskriterien abweichen - zum Beispiel dann, wenn eine Funktion oder Eigenschaft besonders herausragt.

Wer wir sind, wie wir unsere Testgeräte beziehen und wie sich netzwelt finanziert, erfahrt ihr auf unserer Transparenzseite.

Das ist die beste 360-Grad-Kamera

Samsung Gear 360 // Tag-Teaser
Samsung Gear 360 (2017)

Verbesserte Gear 360, das Hauptmanko bleibt.

Eine echte Weiterentwicklung ist Samsung mit der Gear 360 (2017) durchaus gelungen. Das betrifft allerdings nicht den Aspekt, den sich vermutlich viele in erster Linie gewünscht hatten: die Bildqualität. Selbst eine 4K-Auflösung löst im 360-Grad-Panorama-Modus keine Begeisterungsstürme aus. Dafür lässt sich die Neuauflage deutlich komfortabler bedienen und transportieren. Zudem ist die Neuausführung für eine Betrachtung mit VR-Brillen sowie für Live-Streams via YouTube und Facebook konzipiert.

  • Kompatibel mit der Gear VR
  • Kompatibel mit dem iPhone
  • HDR-Modus
  • Live-Stream via YouTube und Facebook
  • App-Installationsmarathon für die VR-Nutzung
  • Trotz 4K keine knackscharfen Bilder
  • VR-Nutzung mit Cardboard oder iPhone nicht möglich
  • Akku nicht ausstauschbar

Die Gear 360 (2017) ist bereits die zweite 360-Grad-Kamera aus dem Hause Samsung. Das aktuelle Modell überzeugte uns im Vergleich in erster Linie durch eine intuitive Bedienung, eine sehr gute Verarbeitung sowie der vergleichsweise guten Bildqualität. So liefert die Gear 360 (2017) derzeit als einziges Modell in unserer Bestenliste Videos in 4K-Auflösung ab. Zwar dürft ihr auch hier keine Wunder erwarten, der Qualitätssprung im Vergleich zu den Modellen mit Full HD-Videoqualität ist jedoch nennenswert.

Alternativen im Überblick

Wem die Samsung Gear 360 (2017) nicht zusagt oder zu teuer ist, findet in der Vorgängergeneration, der Samsung Gear 360 oder auch der Insta360 Nano durchaus brauchbare Alternativen. Allerdings müsst ihr hier mit deutlichen Einbußen hinsichtlich der gebotenen Auflösung in Kauf nehmen. Vor allem für Einsteiger oder preisbewusste dürfte sich allerdings ein Blick auf die aktuellen Preise der Samsung Gear 360 aus dem Jahr 2016 lohnen. Diese bewegen sich bereits im Rahmen von 100 Euro.

  • Gute Verarbeitung
  • Bildqualität bei Tageslicht
  • Speicher erweiterbar
  • Auch ohne iPhone nutzbar
  • Bildqualität bei Kunst- und Dämmerlicht
  • Nicht mit dem iPhone 5C und SE kompatibel
  • YouTube-Anbindung
  • gute Bildqualität
  • wechselbarer Akku
  • einfache Bedienung
  • Stitching-Probleme
  • kein Gerätespeicher
  • nur mit ausgewählten Samsung-Smartphones nutzbar
  • nur Spritzwasserschutz
Handhabung
8/10
Foto
8/10
Video
8/10
Bildqualität
7/10
Handhabung
7/10
Foto
8/10
Video
8/10
Bildqualität
8/10

Darauf gilt es beim Kauf einer 360-Grad-Kamera zu achten

So faszinierend das Prinzip einer 360-Grad-Kamera auch sein mag, einen entscheidendes Manko gilt für alle getesteten Modelle: die Auflösung. Klingt Full HD oder sogar 4K zunächst nach gestochen scharfen Aufnahmen, werdet ihr spätestens am PC oder beim Blick durch die VR-Brille mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Enttäuschung feststellen, dass die genannten Auflösungsstandards nichts mit denen aus der gewohnten Praxis zu tun haben. Das Problem liegt an der Tatsache, dass das Bild für 360-Grad-Aufnahmen stark gedehnt werden muss, worunter die Auflösung selbstredend sehr leidet.

Ihr solltet also vor dem Kauf einer 360-Grad-Kamera eure Erwartungshaltung in jedem Fall zurückschrauben. Das gilt neben der geringen Auflösung auch für weitere Qualitätsmerkmale der Kameras. So sind stets kleine Sensoren verbaut, die hinsichtlich der Bildqualität in der Regel nur bei sehr guten Lichtverhältnissen entsprechend brauchbares Bildmaterial zu leisten imstande sind. Schaut euch vor dem Kauf in jedem Fall Beispielvideos und -Fotos der Kameras an, den die Bildqualität ist zweifelsfrei der wichtigste Aspekt beim Kauf einer 360-Grad-Kamera.

Bestenliste: Vergleich: Die besten 360-Grad-Kameras

Nachfolgend findet ihr alle von netzwelt getesteten 360-Grad-Kameras im Überblick. Mit einem Klick auf das jeweilige Modell gelangt ihr direkt zum jeweiligen und ausführlichen Testbericht, in dem ihr alles Wissenswerte rund um technischen Spezifikationen, Bildqualität oder Praxistauglichkeit findet. Wir werden diese Liste künftig mit weiteren Modelle ergänzen.

  • 8.6

    Insta360 One X


    Das Fotografieren und Filmen mit der Insta360 One X macht verdammt viel Spaß und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Den Vergleich zur starren Actioncam gewinnt die One X spielend. Dank der robusten Verarbeitung darf sie ruhig mal auf den Boden fliegen. Die Akkulaufzeit von maximal 60 Minuten unter Idealbedingungen könnte länger und die Qualität des eingebauten Mikrofons besser sein. Für uns steht jedoch fest: wenn Actioncam, dann eine 360-Grad-Kamera wie die Insta360 One X. Empfehlung!

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  • 8.0

    Samsung Gear 360 (2017)


    Eine echte Weiterentwicklung ist Samsung mit der Gear 360 (2017) durchaus gelungen. Das betrifft allerdings nicht den Aspekt, den sich vermutlich viele in erster Linie gewünscht hatten: die Bildqualität. Selbst eine 4K-Auflösung löst im 360-Grad-Panorama-Modus keine Begeisterungsstürme aus. Dafür lässt sich die Neuauflage deutlich komfortabler bedienen und transportieren. Zudem ist die Neuausführung für eine Betrachtung mit VR-Brillen sowie für Live-Streams via YouTube und Facebook konzipiert.

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  • 8.0

    Insta360 Nano


    Mit der Insta360 Nano könnt ihr im Handumdrehen Videos und Fotos im 360-Grad-Format anfertigen, mit und ohne iPhone. Das Gadget bietet eine saubere Verarbeitung und bei Tageslicht eine gute Bildqualität mit dazugehörigen Rundum-Wow-Effekt. Die Qualität bewegt sich auf dem Niveau der Samsung Gear 360, die allerdings eine Nutzung des passenden Smartphones voraussetzt und zudem teurer ist. Die mitgelieferte VR-Brille und der erweiterbare Speicher runden das Rundum-Sorglos-Paket ab.

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  • 7.6

    Samsung Gear 360


    Einfache Bedienung, gute Bildqualität, fairer Preis - die Samsung-Kamera Gear 360 hinterlässt im Test einen guten Eindruck. Der positive Gesamteindruck wird jedoch durch den Verzicht auf einen Gerätespeicher und die Beschränkung der Nutzung auf wenige Samsung-Smartphones geschmälert. Diese Mankos verhindern eine höhere Wertung.

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  • 6.6

    Ricoh Theta S


    Mit der Theta S hat Ricoh eine gelungene Nachfolgerin der Theta m15 veröffentlicht. Die Vollsphären-Kamera ist deutlich praxistauglicher ausgestattet und produziert ordentliche 360-Grad-Fotos. Die Videos begeistern vor allem durch die Möglichkeit zur interaktiven Bewegung. Enttäuschend fällt die Auflösung der Bewegtbilder aus. Die Bedienung der Theta S sowie der Software macht Freude - die manuellen Einstellungsmöglichkeiten für Fotos sorgen für großen kreativen Spielraum.

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  • 5.4

    360Fly HD


    Schickes Design, robust, wasserdicht - wer Freunde und Bekannte mit seinen Actionvideos beeindrucken will, erhält mit der Kamera ein probates Aufnahmegerät. Berücksichtigt werden muss aber der relativ hohe Preis, die geringe Auflösung und die Schwächen der App-Steuerung. Das mindert die Gesamtnote.

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Weitere Digitalkamera-Bestenlisten

Eine komplette Übersicht aller Produkte findet ihr hier: Digitalkamera - Alle Produkte und Testberichte. Sucht ihr nach speziellen Preisspannen, Funktionen oder ähnliches, helfen euch unsere anderen Bestenlisten zum Thema weiter.

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