Amazon Fire TV Stick im Test: Neuauflage pro Alexa, contra Fire TV 4K

Neue Konkurrenz im eigenen Haus

von Maurice Ballein
Fire TV Stick (2017) 4

Amazon schickt mit dem Fire TV Stick eine Neuauflage seines Streaming-Players zum Preis von 40 Euro ins Rennen. Dieser kommt nicht nur mit Sprachfernbedienung und Support für die Sprachassistentin Alexa, sondern auch mit verbesserter Hardware in den Handel. Kann die Fire TV-Box einpacken? Lohnt ein Umstieg und was bringt Alexa am Fernseher? Wir haben den neuesten Sprössling der Fire TV-Familie für euch getestet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Verarbeitung
  2. Ausstattung und Performance
  3. Alexa erobert den Fernseher
  4. Technische Daten
  5. Preise, Verfügbarkeit und Lieferumfang
  6. Fazit

Design und Verarbeitung

Etwas größer und schwerer ist er, der neue Fire TV Stick, aber immer noch handlich. Leicht in die Länge, Breite und Höhe gewachsen bringt er nun 32 Gramm auf die Waage, sieben mehr als das Modell aus 2015. Er passt weiterhin problemlos in die Hosen- oder Jackentasche, kann also bequem transportiert werden. Optisch rückt der Hersteller keinen Millimeter vom Design des Vorgängers ab. Das gilt auch für die Verarbeitungsqualität. Der aus Kunststoff gefertigte HDMI-Stick überzeugt mit robustem Gehäuse. Die leicht angewachsenen Dimensionen nimmt man gerne in Kauf.

Ausstattung und Performance

Denn der neue Fire TV Stick bietet neue, verbesserte Hardware. Wie die große Schwester, der Fire TV 4K, besitzt der Streaming-Stick nun auch eine Quad-Core-CPU. Im Vorgänger steht nur ein Dual-Core-Prozessor zur Verfügung. Der schnellere Prozessor muss jedoch nach wie vor mit 1 Gigabyte Arbeitsspeicher auskommen. Unverändert ist auch die Ausstattung hinsichtlich des internen Speichers, der sich auf 8 Gigabyte beläuft. Verbessert hat Amazon die Schnittstellen für WLAN sowie Bluetooth in Sachen Reichweite. So unterstützt der neue Fire TV Stick Dual-Band-WLAN inklusive ac-Standard sowie Bluetooth 4.1.

Der neue Fire TV Stick (2017) in Bildern

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Hinsichtlich der maximalen Auflösung bleibt es bei Full HD. Wer Filme und Serien in 4K streamen möchte, ist demnach weiterhin auf den Fire TV 4K angewiesen. Neben dem HDMI-Stecker, der auf Wunsch via mitgeliefertem Kabel verlängert werden kann, verfügt der Stick weiterhin über einen microUSB-Anschluss. Dieser dient allerdings ausschließlich als Schnittstelle für die Stromversorgung. Der interne Speicher kann also nicht erweitert werden. Wer viele Apps und Spiele installieren möchte, sei also gewarnt. Auch das Abspielen von Medien über externe Speichermedien ist beim Fire TV Stick nicht möglich.

Die Performance des neuen Fire TV Sticks hat sich spürbar verbessert. Musstet ihr bei der ersten Fire TV Stick-Generation mitunter nervige Ladezeiten in Kauf nehmen, bewegt ihr euch mit der neuen Generation auf deutlich höherem Leistungs-Niveau. Startseite und Menüs laden zügig, die Navigation über Detailseiten macht jetzt richtig Spaß. Installationen von Apps gehen ebenfalls schneller über die Bühne. Hier profitiert ihr vom leistungsfähigerem Prozessor. Der im Vergleich mit dem Fire TV 4K nur halb so groß ausfallende Arbeitsspeicher machte sich im Test nicht negativ bemerkbar. Dennoch solltet ihr hinsichtlich der Performance keine Wunder erwarten. Für aufwendig inszenierte Spiele solltet ihr dem Fire TV 4K den Vortritt lassen.

Alexa erobert den Fernseher

Neben neuer Hardware steht mit Alexa eine weitere große Neuerung im Mittelpunkt. So kommt der neue Fire TV Stick mit Sprachfernbedienung inklusive Alexa-Support. Dabei sei erwähnt, dass sämtliche Fire TV-Streaming-Player mit der Sprachassistentin ausgestattet sind. Um einen Sprachbefehl abzusetzen müsst ihr die Sprachtaste der Fernbedienung gedrückt halten, auf einen „Alexa“-Zuruf, wie er beispielsweise beim Amazon Echo (Dot) vonnöten ist, reagiert euer Fire TV Stick nicht.

Die besten Apps für euren Fire TV (Stick)

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Wenn ihr einen bestimmten Alexa-Skill installiert, könnt ihr mit der Sprachfernbedienung auch beispielsweise nach dem aktuellen TV-Programm suchen. Nutzt ihr euren Fire TV Stick in Kombination mit einem Online-TV-Anbieter, bietet Alexa also einen echten Mehrwert. Darüber hinaus könnt ihr mit der Software viel erledigen, das sonst liegen bleibt und auch einiges, ws nicht mehr funktioniert, wie etwas Windows 10 und andere Betriebssysteme

Auch das Spulen, Starten und Stoppen eines Videos zählen zu den Fertigkeiten Alexas auf dem Fire TV. Natürlich könnt ihr wie beim Amazon Echo-Lautsprecher auch ein Taxi bestellen, den Wetterbericht abrufen oder nach Neuigkeiten zum Lieblingsklub der Bundesliga fragen. Alexa versorgt euch anschließend mit gesprochenem Wort oder mit illustrierten Informationen. Alles was ihr mit Alexa so alles anstellen könnt, erläutern wir im folgend verlinkten Spezial.

Technische Daten

  • Abmessungen: 85,9 x 30,0 x 12,6 Millimeter
  • Gewicht: 32 Gramm
  • Prozessor: MediaTek Quad-Core ARM mit 1,3 Gigahertz
  • Arbeitsspeicher: 1 Gigabyte
  • Interner Speicher: 8 Gigabyte
  • Funkstandards: Dualband-WLAN (MIMO, 802.11a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.1
  • Anschlüsse: HDMI, Micro-USB (nur für Strom)
  • Maximale Auflösung: 1.080p (Full HD) bei 60 Bildern pro Sekunde

Preise, Verfügbarkeit und Lieferumfang

Für den Streaming-Stick, der inklusive Netzteil, USB-Kabel, HDMI-Verlängerung und Sprachfernbedienung passender Batterien ausgeliefert wird, ruft der Hersteller 40 Euro auf. Das Gerät ist ausschließlich in der Farbe Schwarz erhältlich.

Amazon Fire TV Stick (2017): Fazit

Klasse Streaming-Player mit Alexa-Support 8.2/10

Mit dem neuen Fire TV Stick will Amazon die Erfolgsstory seiner Streaming-Player weiter schreiben. Hierbei sollen neue und verbesserte Hardware sowie Sprachassistentin Alexa helfen, die ihren festen Platz im Fire TV-Betriebssystem Fire OS erhält. Die Neuauflage des HDMI-Sticks überzeugt allerdings nicht nur mit neuen Sprachbefehlen, sondern vor allem mit spürbar optimierter Performance. Die Zielgruppe der doppelt so teuren Fire TV-Box schrumpft, da sich der Aufpreis für eine optionale Speichererweiterung für viele Nutzer nicht rechnet.

Das hat uns gefallen

  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Portabel

Das hat uns nicht gefallen

  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Maximal Full HD-Auflösung
Testnote 8,2 von 10
Maurice Ballein
Bewertet von Maurice Ballein
8,0 / 10
Bedienung
7,0 / 10
Ausstattung/Leistung
8,0 / 10
Formatunterstützung
8,0 / 10
Audio-/Videoqualität
9,0 / 10
Apps
Informationen zum Leihgerät

Für diesen Erfahrungsbericht stellte der Hersteller Amazon der netzwelt-Redaktion ein kostenloses Testexemplar zur Verfügung.

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8
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