MDM, BYOD, COPE und Co.: Mobile Device Management einfach erklärt

Smartphones im Unternehmen

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von Jan Kluczniok
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Sie wollen in das Thema Mobile Device Management einsteigen, verstehen aber bei Begriffen wie BYOD, MDM und COPE nur Bahnhof? Kein Problem. Netzwelt hilft weiter und erklärt wichtige Grundbegriffe und Konzepte des Mobile Device Management.

Wer sich als IT-Manager mit dem Einsatz von Smartphones und Tablet-PCs im Unternehmen beschäftigt, wird von einer Vielzahl an Abkürzungen erschlagen. BYOD und COPE sind nur zwei von mehreren Beispielen. Netzwelt erklärt, was die Abkürzungen bedeuten, welche Konzepte des sogenannten Mobile Device Management (MDM) sich dahinter verbergen und welche Vor- und Nachteile diese für Anwender und Unternehmen bieten.

Netzwelt erklärt wichtige Begriffe des Mobile Device Management.
Netzwelt erklärt wichtige Begriffe des Mobile Device Management. (Quelle: O2)

BYOD: Bring your own Device

Die Abkürzung BYOD steht für "Bring your own Device" und bedeutet so viel wie, dass jeder Mitarbeiter sein privates Gerät auch für Arbeitszwecke verwendet. Dieses Konzept bringt vor allem Vorteile für den Mitarbeiter, denn er kann sich frei für ein Gerät entscheiden, das Unternehmen spart auf der anderen Seite Anschaffungskosten.

Eine Win-win-Situation also? Nicht unbedingt. Für das Unternehmen lauern Gefahren in Form von Folgekosten. Denn eine sehr heterogene Gerätelandschaft erfordert vonseiten der IT einen höheren Verwaltungsaufwand. Der Einfluss der IT-Manager auf das Gerät und die Konfiguration ist zudem eher gering.

COPE: Company Owned, Personal Enabled

Beim COPE-Konzept kauft das Unternehmen das Gerät für den Nutzer. Dieser darf es aber auch privat verwenden. Das COPE-System hat Vorteile für beide Seiten: Der Mitarbeiter muss nicht zwei Geräte mit sich herumschleppen. Das Unternehmen hat einen stärkeren Einfluss auf Konfiguration und Geräteauswahl.

COBO: Company Owned, Business only

COBO-Geräte sind nur für den Einsatz im Unternehmensumfeld gedacht. Der IT-Administrator hat die volle Kontrolle über das Smartphone, private Daten sind auf dem Gerät strikt untersagt.

Generell gilbt: Sie müssen sich nicht für ein Konzept entscheiden, sondern können BYOD, COPE und COBO auch parallel betreiben. Das COBO-Konzept empfiehlt sich etwa bei Mitarbeitern, die Zugang zu sehr sensiblen Daten haben. Während andere Mitarbeiter ohne Zugang zu sensiblen auch ihre eigenen Geräte nutzen können.

MDM

MDM steht für Mobile Device Management, zu Deutsch: Verwaltung mobiler Endgeräte. Das Management dieser erfolgt mithilfe einer Software. Mit ihr kann der Administrator etwa Passwortrichtlinien, VPN-Einstellungen und Co. an die verwalteten Geräte senden. Die Software kümmert sich zumeist auch um die Trennung der beruflichen Daten von anderen Daten auf dem Telefon. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen:

Virtualisierung: Auf dem Gerät läuft in einer virtuellen Maschine ein weiteres Betriebssystem, das nur für den beruflichen Einsatz gedacht ist (Mobile OS-Virtualisierung), oder der Nutzer hat vom Smartphone aus Zugriff auf die Programme seines Arbeitsrechners (Desktop-Virtualisierung). Ein Beispiel für die Mobile OS-Virtualisierung ist die Software Red Bend TRUE.

Containerlösungen: Bei den Containerlösungen wird dagegen innerhalb des Systems ein geschützter Bereich erstellt - praktisch ein Arbeitszimmer. Auf dieses haben Sie nur mit Passwort Zugriff. Innerhalb des Containers lagern Programme und geschäftliche Daten. Beispiele für Containerlösungen sind: Samsung Knox oder BlackBerry Balance.

MDM-Lösungen gibt es von verschiedenen Anbietern - unter anderem von IBM, Citrix, SAP, BlackBerry oder auch MobileIron.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Mobile Computing, Netzwelt-Wissen und Smartphone versehen.

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