Smartphone als Dashcam: So verwandelt ihr euer Handy in eine Autokamera

Mehr Sicherheit für weniger Geld

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von Marinus Martin
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Ihr wollt euch eine Dashcam zulegen? Verwendet doch einfach euer Smartphone und spart euch das Geld. Wir zeigen euch, wie ihr mit wenig Aufwand aus eurem Mobiltelefon eine voll funktionsfähige Dashcam zaubert, die einer gekauften ins nichts nachsteht.

Wir zeigen euch, wie ihr euer Smartphone im Handumdrehen in eine Dashcam verwandelt.
Wir zeigen euch, wie ihr euer Smartphone im Handumdrehen in eine Dashcam verwandelt. (Quelle: evrmmnt /depositphotos.com)

Inhaltsverzeichnis

  1. Die passende Smartphone-Halterung
  2. Stromzufuhr
  3. Die besten Dashcam-Apps

Dashcams waren lange Zeit sehr umstritten und es war unklar, ob das aufgenommene Material überhaupt gerichtlich verwertet werden darf, wenn es zu einem Unfall kommt. Der Bundesgerichtshof hat in diesem Jahr ein Urteil gefällt, dass nun Klarheit bringt. Laut BGH dürfen Dashcams nicht permanent Videos aufzeichnen und speichern, dennoch könnte das Material im Einzelfall zur Aufklärung verwendet werden. Höherpreisige Geräte vereinfachen die Sachlage, in dem sie mithilfe von Beschleunigungssensoren einen Unfall erkennen und die aufgenommenen Videos nur dann abspeichern.

Günstige Autokameras gibt es bereits ab unter 20 Euro zu kaufen, bessere Modelle kosten aber gut und gerne über 200 Euro. Möchtet ihr euch eine Dashcam zulegen, dann spart euch das Geld und verwendet einfach euer (altes) Smartphone. Der Vorteil: Die meisten Smartphone-Kameras dürften den günstigen Kameras weit überlegen sein und auch mit den hochpreisigen Modellen mithalten. Einige Apps nutzen übrigens ebenfalls die Beschleunigungssensoren eures Handys und speichern Videos nur ab, wenn ein Unfall passiert. Wir zeigen euch nachfolgend, wie ihr aus eurem Mobiltelefon im Handumdrehen eine vollwertige Dashcam zaubert.

Die passende Smartphone-Halterung

Smartphone-Halterungen gibt es wie Sand am Meer, doch einige sind für den Einsatz für eure Dashcam-Absichten ungeeignet. Euer Mobiltelefon muss so ausgerichtet werden, dass die Kamera die Straße im Blick hat - am besten gelingt dies über eine Saugnapfhalterung, die direkt an der Frontscheibe befestigt wird. Falls ihr noch keine Halterung besitzt, achtet beim Kauf auf Qualität.

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Sehr günstige Befestigungssysteme neigen zum Wackeln und eignen sich daher nicht für verwacklungsarme Aufnahmen. Von Vorteil ist es, wenn das Smartphone in der Halterung daher nah an der Scheibe angebracht werden kann. Diese Halterungen erhaltet ihr bereits zwischen 10 und 20 Euro. Eine weitere Möglichkeit ist die Befestigung auf dem Armaturenbrett vor der Windschutzscheibe. Auch hier gibt es bereits sehr günstige Lösungen ab 10 Euro. In den meisten Fällen werden diese Halterungen an die passende Stelle geklebt, es gibt allerdings auch Befestigungen, die über einen Magneten gehalten werden.

Stromzufuhr

Der permanente Einsatz euer Kamera nagt natürlich am Akku. Wer keine Lust auf Kabel hat, kann sein Smartphone natürlich auch nach der Fahrt aufladen, bei längeren Autofahrten bietet es sich allerdings an, das Handy mit Strom zu versorgen. Neuere Autos haben meist bereits USB-Steckdosen an Bord, alternativ greift ihr zu einem USB-Ladegerät, welches ihr einfach in euren Zigarettenanzünder steckt. USB-Ladegeräte gibt es als Einzel-, Doppel- oder sogar Dreifachausführung, einfache Modelle gibt es bereits für wenige Euro.

Die besten Dashcam-Apps

Nun fehlt euch nur noch die passende App, um euer Smartphone in eine Dashcam zu verwandeln. Wir präsentieren euch nachfolgend die besten Software-Lösungen für Android-Smartphones und iPhones. Beachtet, dass nicht alle vorgestellten Apps die Sensoren eures Smartphone nutzen und einen Unfall automatisch erkennen. Manche Anwendungen arbeiten alternativ mit Videoschleifen, bei denen die Aufnahmen nach einer bestimmten Zeit wieder überschrieben werden.

Die besten Dashcam-Apps

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Ihr solltet in jedem Fall genügend freien Speicher auf eurem Smartphone bereithalten. Nicht alle Software-Lösungen unterstützen das Speichern auf der externen SD-Karte, genaue Speicheranforderungen konnten wir leider nicht finden. Haltet am besten rund 2-3 Gigabyte für die App frei. Sollte eure Anwendung keine automatische Unfallerkennung unterstützen, nutzt nach Möglichkeit eine Videoschleife mit einer Länge von ein paar Minuten. Übrigens: Einige Dashcam-Apps beginnen die Aufzeichnung automatisch, sobald ihr anfahrt. So braucht ihr nicht daran denken, die Aufnahme manuell zu starten.

Es gibt viele kostenlose Versionen, allerdings auch einige kostenpflichtige Apps. Oft könnt ihr diese zunächst kostenfrei ausprobieren, bevor ihr in die Vollversion investieren sollt. Probiert euch also einfach durch die verschiedenen Anwendungen durch, um die für euch passende Dashcam-App zu finden. Was uns beim Testen aufgefallen ist: Unter Android habt ihr eine wesentlich größere Auswahl an Anwendungen, zudem stach ins Auge, dass viele iOS-Apps nicht wirklich ansehnlich aufbereitet waren und einfach nicht schön aussahen - funktioniert haben sie natürlich trotzdem.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Smartphone, Technik im Urlaub, Android Tablets und Smartphones und iOS Tablets und Smartphones versehen.

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