Office: Microsoft stellt Entwicklung der Touch-Apps für Windows ein

Keine neuen Features mehr

von Markus Kasanmascheff
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Microsoft hat angekündigt, die Entwicklung der für Tablets und Smartphones optimierten Windows-Apps von Office nicht mehr weiterentwickeln. Hier erfahrt ihr, was hinter dem Strategiewechsel steckt.

Die für Tablets optimierten Varianten von Word, Excel und Co. für Windows werden nicht mehr weiterentwickelt.
Die für Tablets optimierten Varianten von Word, Excel und Co. für Windows werden nicht mehr weiterentwickelt. (Quelle: Microsoft)

Knapp drei Jahre nach der ersten Preview seiner für Tablets optimierten Office-Apps für Windows 10 hat Microsoft für diese einen Entwicklungsstopp verordnet. Wie der US-Blog The Verge erfahren hat, wird Microsoft die im Windows Store erhältlichen Universal Platform Apps nicht mehr durch neue Features verbessern.

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Wie Microsoft in einem Statement schreibt, will sich der Konzern stattdessen künftig neben der Verbesserung der Desktop-Vollversionen auf die Weiterentwicklung der Apps für iOS, Android und das Web konzentrieren.

UWP-Apps von Office auf dem Abstellgleis

Das für die Office-Apps genutzte Universal Platform App-Format (UWP) erlaubte es Microsoft, diese ohne großen Zusatzaufwand parallel für Windows 10 Mobile und Windows 10 zu entwickeln. Nach dem Aus des eigenen Smartphone-Betriebssystems und der offensichtlich desolaten Lage des Microsoft Stores, sehen die Redmonder offenbar inzwischen andere Prioritäten.

Wie erst kürzlich herausgekommen war, ist die Anzahl der im Windows Store gelisteten Apps seit seinem Hoch in 2014 um 87 Prozent gefallen. Die Nachfrage nach den für Tablets optimierten Apps hat sich über die Jahre demnach offenbar kaum verbessert.

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Der Entwicklungsstop bedeutet zwar nicht das Ende der gut per Finger bedienbaren Office-Apps. Diese werden auch weiterhin im Windows Store verfügbar sein. Die meisten Anwender greifen aber offenbar weiterhin lieber zu vollwertigen Windows-Anwendungen. Die immer leistungsfähiger werdenen Convertible-Tablets, auf denen auch klassische Windows-Software problemlos läuft, dürfte dafür ebenfalls mitveranwortlich sein.

Von dem nur für Store-Apps geeigneten Windows 10 S hat sich Microsoft inzwischen ebenfalls verabschiedet und im Windows 10 April 2018 Update einen sogenannten S-Modus daraus gemacht, mit dem etwa das neue Surface Go-Tablet ausgeliefert wird. Dieser lässt sich allerdings ohne Zusatzkosten entfernen um zu einer Vollversion von Windows 10 zu wechseln. Es ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Anwender dieses Angebot wahrnimmt.

Windows 10 - Tutorials: So holt ihr alles aus dem Microsoft-OS heraus

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