Romance-Scamming: Wenn das perfekte Online-Match an euer Geld will

So schütz ihr euch vor Betrug beim Online-Dating

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von Alexander Kant
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Aufpassen vor Betrügern beim Online-Dating.

Die wahre Liebe über Online-Dating-Portale finden? Klar geht das! Schnell könnt ihr aber auch an die falschen Personen geraten, denn auch Betrüger nutzen diese Plattformen. Nicht um Liebe zu geben, sondern um gerne mal Geld zu nehmen. So könnt ihr euch gegen die fiesen Maschen schützen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorschussbetrug ist eine beliebte Masche
  2. So schützt ihr euch

Sie sind hübsch, erfolgreich und ihr Alter sieht man ihnen nicht an. Eigentlich zu gut um wahr zu sein. Dabei kommen sie meist aus dem Ausland oder müssen schnell ins Ausland, diese nur vermeintlich perfekten "Matches" bei Tinder oder die Profile bei kostenlosen Partnerbörsen. Die Schutzmechanismen der Dating-Börsen greifen dabei nicht immer und es rutschen immer wieder Profile durch die Kontrollen durch.

Eine typische Betrugsmasche ist hier das Romance-Scamming, ein "romantischer Betrug". Dabei machen die Betrüger, die zu einem großen Teil aus Afrika kommen, vor nichts halt. Man ist immer nur auf euer Geld aus, die am Ende zerstörten Gefühle sind egal. Denn auf die spielt der vermeintliche perfekte Partner an. Auffallend schnell versucht er oder sie eure Gefühle für sich zu gewinnen und auf eine intime Stufe zu stellen.

Dating- & Flirt-Apps

In Dating-App auf dem Smartphone bewertet ihr oftmals andere NutzerInnen aus der Umgebung anhand ihres Aussehens. Treffen sich zwei positive Bewertungen, ist eine Interaktion möglich.

14 Programme

Vorschussbetrug ist eine beliebte Masche

Nicht selten versuchen die Betrüger euch aus dem Dating-Börsen internen Messenger heraus auf andere Messenger wie WhatsApp oder SMS zu leiten. Hier sei es ja um einiges unkomplizierter zu schreiben. Außerdem entgehen die Betrüger den Prüfungen der Dating-Portale. Betrüger dieser Art gehören zu den gefährlichsten.

Denn dieses Liebesgeflüster kann schon mal eine längere Zeit dauern, da der Gegenüber sehr viel Zeit investiert, um euch auf einer Gefühlsebene von ihm abhängig zu machen. Ist sich der Betrüger sicher, dass ihr dies nun seid, geht es ganz schnell um die Flugticket-Gebühren für das erste Treffen, eine größere Geldsumme oder Pakete, die ihr annehmen sollt. Aber aufpassen: Nicht nur Dating-Portale sind betroffen, auch in anderen Sozialen Netzwerken lauern Betrüger. Die Tageszeitung Münchner Merkur berichtete über eine Flugbegleiterin, die auf einen falschen Militär-Angehörigen aus Amerika hereingefallen ist.

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Es waren simple Fragen, die ihr Herz eroberten. Die Betrüger klauten die Fotos eines Militärs aus Amerika und nutzten diese um Einsätze im Irak vorzugaukeln. So entschuldigten sie die langen Kontaktpausen. Dann sollten immer höhere Beträge überwiesen werden, für den Sohn zum Geburtstag, zu Weihnachten und schließlich um gegen die Versetzung anzugehen. Das Geld wanderte allein in die Taschen der Betrüger.

Andere Beispiele sind: das Ticket für den Flug ist zu teuer, Schwierigkeiten nach einem Krankenhausaufenthalt oder ein neues gemeinsames Konto soll eröffnet werden, dazu wird eine Kopie des Passes benötigt. Die Betrüger sind kreativ, was nicht nur die Lebensgeschichte des Partners angeht, sondern auch die Probleme oder warum gerade ihr Geld schicken sollt. Die Überweisungen gehen meist an oder über MoneyGram oder Western Union Konten.

Wenn das Geld dann einmal überwiesen ist, ist es weg. Genauso wie der vermeintliche Herzbube oder die Herzdame. Viel könnt ihr dann nicht mehr machen, außer Strafanzeige stellen. Diese Spur wird allerdings meistens im Sande verlaufen, da die Betrüger schnell ihre Spuren verwischen. Ihr könnt euch aber gut vorab schützen.

So schützt ihr euch

Habt immer ein gewisses Misstrauen bei neuen Online-Kontakten, die nicht unbedingt in in der Nähe wohnen. Trefft euch mit ihm oder ihr am besten in eurer Nähe und achtet darauf, dass euer Traumpartner nicht gerade erst aus Afrika herüber fliegen muss. Gebt in Text-Nachrichten, Mails oder Telefonaten nicht zu viel Persönliches preis, dies können Betrüger schnell gegen euch nutzen, um euch zu erpressen.

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Kontrolliert die Informationen, die ihr von dem angeblichen Schwarm auf dem Silbertablett geliefert bekommt. Das Profilbild ist gut über die Google Bildersuche zu finden, Informationen kann man ebenso nachschauen, um zum Beispiel andere gleiche Profile ausfindig zu machen. Klingen die Nachrichten verdächtig kopiert, überprüft auch diese. Häufig sind diese Nachrichten standardisiert und es werden nur eure Namen oder Informationen eingetragen.

Habt ihr einen Verdacht, brecht den Kontakt sofort ab und blockiert diese Person. Viele Partner-Börsen haben eine Funktion, über die ihr die Accounts melden könnt. Auch der Kundendienst der Online-Dating-Dienste steht euch mit Rat und Tat zur Seite.

Quelle Titelbild: luckeyman /depositphotos.com

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