Razer Ornata Chroma im Test: Auf dieser Tastatur könnt ihr spielen

Gaming-Tastatur mit innovativen Tasten

von Mirco Lang
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Die Razer-eigenen Tasten haben einen tollen Klick.

Normalerweise dienen Gaming-Tastaturen als Eingabegeräte für Computerspiele. Bei der Razer Ornata Chroma ist das anders. Hier könnt ihr Spiele sogar direkt auf der Tastatur spielen. Darüber hinaus überzeugt das Keyboard im Test mit "halb-mechanischen" Tasten. Eine Sache stört uns aber.

Inhaltsverzeichnis

  1. Features
  2. Software
  3. Fazit & Alternativen

Razer steht wie kaum ein anderes Unternehmen für Gaming-Hardware mit umfangreicher Beleuchtung. Die Tastatur Razer Ornata Chroma, die aktuell für rund 100 Euro erhältlich ist, bildet da keine Ausnahme. Wie bei seinen BlackWidow-Modellen setzt der Hersteller hier auf eigene Tasten. Statt "Cherry" verwendet die "halb-mechanische" Ornata eine "Mecha-Membran" getaufte Technik. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Mechanik und Gummimatte (Rubber Dome).

Bei der Ornata sind die Kappen in halber Bauhöhe realisiert und man muss, selbst als großer Mechanik-Fan, sagen: Die Tasten fühlen sich fantastisch an. Sie erinnern an Cherry MX Blue, aber mit kürzerem Hubweg und vielleicht etwas mehr Anfangswiderstand. Natürlich sind die Tasten austauschbar.

Razer Ornata Chroma in Bildern

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Verbaut sind die Tasten aber leider in einem eher lieblos gestalteten, scharfkantigen und extrem schlichten Kunststoffgehäuse, das aber wenigstens stabil ausfällt. Nur die Klappstützen könnte Razer mal verbessern, die störten uns schon bei der teureren BlackWidow. An der Unterseite gibt es noch die üblichen Kabelkanäle, um das umflochtene USB-Kabel links, rechts oder hinten mittig enden zu lassen.

Features

Etwaige Sondertasten sucht man an der Ornata vergebens, es gibt nur das Standard-Layout und Sonderfunktionen lediglich über die Zweitbelegungen von Tasten via Fn-Taste. Wirklich gelungen ist allerdings die Handballenauflage: Sie ist sehr breit, eben, weich gepolstert und wird einfach per Magnetkraft an die Tastatur geheftet. Da kann die Konkurrenz noch gewaltig lernen. Die steile, kurze, glatte und fixe Ablage der Logitech G910 etwa verdarb uns im Test den ganzen Spielspaß.

Dass sich Razer in Sachen Tasten- und Hintergrundbeleuchtung nichts vormachen lässt, ist klar. Es gibt die üblichen Effekte, alles ist vollständig anpassbar und natürlich dürft ihr auch Profile und Beleuchtungskonzepte mit Spielen oder sonstigen Programmen verbinden, sodass sie euch nach Programmstart ganz automatisch zur Verfügung stehen. Aber Razer geht noch einen Schritt weiter: Über Chroma-Apps lassen sich sogar Spiele rein auf Licht-Basis realisieren, beispielsweise gibt es eine Tic-Tac-Toe-App, mit der ihr auf dem Num-Block Käsekästchen spielen könnt - ganz ohne Oberfläche auf dem Monitor.

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Aber auch hardwareseitig lohnt sich der Blick auf die Beleuchtung: Während die Cherry-Klassiker nicht auf Beleuchtung ausgelegt sind und meist nur eine kleine LED unter der Kappe haben, die maximal die halbe Taste beleuchten kann, haben Razers Eigenentwicklungen die komplette Strahlkraft. Und ja, das sieht schon deutlich eleganter aus als bei den meisten Konkurrenten. Besonders kommt das Farbenspiel in Kombination mit Philips Hue zur Geltung.

Software

Der Treiber bietet alle Funktionen, die das Herz begehrt und ist in vielen Bereichen sogar als Referenz tauglich, alles ist wunderbar einfach gelöst. Aber Razer verlangt eine Registrierung für diesen. Das ist gerade bei Eingabegeräten durchaus eine sensible Angelegenheit. Daher ziehen wir in der Kategorie Software zwei Punkte ab.

Leider. Denn die Ornata Chroma ist zweifellos eine hervorragende Tastatur mit extrem interessanten Tasten und perfekter Beleuchtung und das zu einem noch zu rechtfertigenden Preis. Aber gerade in Anbetracht der jüngsten Facebook-Enthüllungen, kann man die Zwangsregistrierung für eine Treiber nicht gutheißen.

Razer Ornata Chroma: Fazit

Perfekte Beleuchtung und innovative Tasten 7.3/10

Für rund 100 Euro gibt es von Razer wirklich spannende, eigenständige Tasten, die perfekte Beleuchtung und eigentlich eine rundum positive Gaming-Erfahrung. Hoffentlich verzichtet Razer bald auf eine Registrierung für den Treiber.

Das hat uns gefallen

  • Eigenständige Tasten
  • Beleuchtung
  • Software

Das hat uns nicht gefallen

  • Zwangsregistrierung
  • Etwas liebloses Gehäuse
Testnote 7,3 von 10
Bewertet von Mirco Lang
8,0 / 10
Verarbeitung
7,0 / 10
Features
6,0 / 10
Software
Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde von netzwelt gekauft.

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9
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Bestenlisten

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