inSSIDer: So behebt ihr WLAN-Störungen bei Interferenz mit Nachbarn

Heimnetzwerk-Optimierung

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von Jan Brack
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Viele WLAN-Netzwerke auf engem Raum bieten ein hohes Störungspotential: Verschiedene Router blockieren sich unter Umständen gegenseitig. Mit den richtigen Netzwerk-Einstellungen lassen sich Interferenzen ausschließen. Wie ihr passende Frequenz- und Kanaleinstellungen mit der Software "inSSIDer" ermittelt, erklären wir in dieser Anleitung.

Diese Anleitung bezieht sich auf das Problem Wie optimiere ich mein WLAN-Netzwerk bei Problemen?. Wir haben 2 weitere Anleitungen hierzu.

Um den Schritten in der Anleitung folgen zu können, benötigst du "inSSIDer" auf deinem PC, Smartphone oder Tablet.


Inhaltsverzeichnis

  1. Netzwerk analysieren mit inSSIDer
  2. Onboard-Alternative für OS X-Nutzer

Die Datenautobahn WLAN verfügt über enorm viele Spuren: Standardmäßig funken Router und Netzwerkgeräte auf einer Frequenz von 2,4 Gigahertz, aktuelle Geräte unterstützen zudem den 5-Gigahertz-Standard. Beide Frequenzbänder unterteilen sich zudem eine eine Vielzahl von nummerierten Kanälen.

Nutzt eine Vielzahl von Routern in der Nachbarschaft aufgrund von Standardkonfigurationen die selbe Spur, kommt es hier zum Stau, während andere Spuren komplett frei sind. Mit der Anwendung inSSIDer für Mac und Windows findet ihr heraus, welche Spuren sich in der Umgebung am besten für euer schnelles und störungsfreies WLAN anbieten.

Netzwerk analysieren mit inSSIDer

Schritt 1 - Netzwerkumgebung analysieren

Für diese Anleitung verwenden wir die letzte kostenlose Version der Software inSSIDer. Diese reicht für unsere Zwecke aus und findet sich hier zum Download. Unter OS X ist leider nur die kostenpflichtige Vollversion "4" erhältlich. Am Ende der Anleitung zeigen wir einen Alternativweg für OS X auf.

Führt inSSIDer im Optimalfall auf einem Mobilgerät aus: So könnt ihr euch frei bewegen und das Netzwerk an verschiedenen Standorten analysieren.

[] Im Programm angekommen ruft ihr zunächst den Reiter "Networks" auf. Im zentralen Bildbereich zeigt das Programm alle Netzwerke in der Umgebung, inklusive Signalstärke und belegtem Kanal. Unterhalb stellt inSSIDer eventuelle Überschneidungen in Kanal und Frequenz grafisch dar.

[] Klickt euer Netzwerk in der Liste an und überprüft zunächst die Angabe im Abschnitt "Channel". Die entsprechende Nummer beschreibt den von eurem Router verwendeten Kanal. Per Klick auf den Reiter "Channel" der Tabelle sortiert ihr alle Elemente nach Kanälen. Nun seht ihr mit einem Blick, ob der von euch genutzte Kanal - oder sehr nahe angrenzende Kanäle - von mehreren Routern belegt sind.

[] Am unteren Bildschirmrand stellt inSSIDer die Auslastung von 2,4- und 5 GHz-Band grafisch dar. Euer ausgewähltes Netzwerk wird hier farblich hervorgehoben. In unserem Fall ist deutlich ersichtlich, dass das 5 GHz-Band deutlich weniger ausgelastet ist - sodass dieses mehr Leistung verspricht und zum Frequenzband der Wahl wird.

Euren Router solltet ihr nun so konfigurieren, dass ihr möglichst einen Netzwerkabschnitt für euch allein habt - wahlweise im 2,4- oder 5 GHz-Band.

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Schritt 2 - Signalstärke überprüfen

Schaut euch nun noch die Signalstärke eures Netzwerkes an. Diese stellt inSSIDer im Bereich "Signal" der Tabelle dar. Je gerader und grüner der Balken hier, desto stabiler und stärker die Signalstärke. Die negative Zahl rechts neben dem Diagramm - in unserem Fall -50 - gibt die Stabilität des Signals an: Je näher der Wert 0 kommt, desto besser. Werte nahe dem dreistelligen Bereich stehen für sehr instabile Verbindungen.

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Onboard-Alternative für OS X-Nutzer

Netzwerkdiagnose aufrufen

Alternativ zu inSSIDer 4 hält OS X ein Bord-Werkzeug bereit, dass die Kanal-Analyse zulässt - die ausführliche grafische Visualisierung fehlt allerdings.

[] Klickt unter OS X auf das WLAN-Symbol in der Statusleiste, während ihr die "Alt"-Taste gedrückt haltet. Wählt dann den Menüpunkt "Diagnose für drahtlose Netzwerke öffnen"

[] Als nächstes wählt ihr den Reiter "Fenster" am oberen Bildschirmrand und klickt auf "Scan".

[] In der folgenden Auflistung gibt OS X Informationen über genutzte Netzwerkkanäle aus. So ermittelt ihr, welche Kanäle wenig belastet sind - und könnt diese mit euren Router nutzen. Der Wert im Abschnitt "RSSI" gibt Auskunft über die Stabilität eines Signals: Je näher dieser an Null ist, desto besser, Werte nahe -100 sind schlechter.

Das musst du noch wissen!

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Informationen zum Artikel

Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Business, Internet, OS X, Anleitungen, Netzwerk, Android, Smartphone, Windows, WLAN und Systemoptimierung versehen.

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